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Bei osteuropäischer Literatur aus dem 19. Jahrhundert denkt man an Tolstoi, Dostojewski oder Gogol. Im Podcast «Novinki angehört» geben Studentinnen des slawischen Seminars der Universität Zürich jenen eine Bühne, denen sie oft verwehrt blieb: Frauen. In vier Folgen stellen sie Literatinnen aus Ost-, Mittel- und Südeuropa vor, die aus dem Kanon ausgeschlossen wurden. Etwa weil sie politisch unbequem waren.
Die Moskauerin Jewdokija Rostoptschina kritisierte im Gedicht «Zwangsheirat» die Unfreiheit einer Frau in der Ehe und zugleich Russlands imperialistischen Anspruch auf Polen. Die russische Autorin und Journalistin Sofja Smirnova recherchierte zu Rechtsextremismus. Die Ukrainerin Natalija Kobrynska gilt als Begründerin der ukrainischen Frauenbewegung, die Serbin Jelena
Dimitrijevic als Pionierin der Reiseliteratur.
Hinter diesem Podcast steht kein riesiges Produktionsteam mit ausgefeiltem Storytellingkonzept. Doch man merkt ihm die Liebe an, mit der er gemacht wurde. Die Zeilen der Schriftstellerinnen in den Originalsprachen sind ein Highlight. «Novinki angehört» ist im besten Sinne ein Nischenpodcast. Wer sich vertiefen möchte: Auf der Website finden sich weitere Beiträge in Text- und Videoform über Kultur aus (Süd-)Osteuropa. Ein gemeinschaftliches Projekt verschiedener Unis aus dem deutschsprachigen Raum.
Novinki angehört
Soundcloud oder www.novinki.de/angehoert
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