Kurz und gut?
In der Kürze liegt die Würze, aber manchmal auch Monotonie. Das zeigt das ­Album des Bratschisten An­toine ­Tamestit mit Werken von ­Georg Philipp Telemann. Für Würze sorgt dieser mit kühnen ­Harmonien und Melodien, die einen sofort einnehmen. Doch die Sätze entwickeln sich ­wegen ihrer kaum zweiminütigen Dauer selten. Sodass es viel eher der einzelne, persönliche Bratschenton von Tamestit ist, der fesselt. Er spielt mit der Akademie für Alte Musik Berlin.

Georg Philipp Telemann
Viola Concertos
(Harmonia Mundi 2022)