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Berauschende Vielfalt
Erstaunlich, was ein geschliffener Bläsersatz ausmacht. Im Falle des Sextetts Was Nun meint man zuweilen, eine Big Band zu hören, derart weit sind die Klangfächer, die Saxer, Trompeter und Posaunist aufzuspannen vermögen. Die sechs Jungjazzer aus Hannover bestechen aber nicht nur mit effektvollen Arrangements, nur schon ihre Kompositionen sind überzeugend, weil überraschend. Obwohl sie hörbar Bezug zur Jazz-Tradition nehmen und etwa die Hardbop-Ära anklingen lassen, schlagen sie Bögen zur Gegenwart. Da gehts wirblig poppig, dann wieder minimalistisch oder folkloristisch zu. Und wie reif dies alles klingt! Offenbar spielen die jungen Musiker seit längerem zusammen, haben ihren witzigen Bandnamen aber zur Devise ihres Musizierens gemacht. Ihr Debütalbum «Labyrinth» ist von berauschender Vielfalt und führt keinesfalls in die Irre.
Was Nun
Labyrinth
(Geräuschkulisse Records 2021)
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